Bitte Zahlen: Der Reichenbachfall, die Rente – Die Vermögensantwort

Der Reichenbachfall - Hist. Illustration.

Der Reichenbachfall – Hist. Illustration – Quelle: Sherlockholmes.wikia.

Geht meine Rente den Bach runter? Oder: Was hat Sherlock Holmes‘ berühmtester Fall mit Geld und Vermögen zu tun? Sehr einfach. Damit Sie sich diesen Beitrag besser merken können :-) „Die Rente“, die eigene Altersversorgung braucht Marketing beim Bürger: Reich oder Reinfall? Klarheit zur Rente und Zusatzsparen entscheiden – für später. Die Vermögensantwort in Zahlen.

Lebt Sherlock Holmes? Oder ist er tot? Reicht die Rente oder … ? Wie im Roman. Lange Zeit wissen es die Fans des berühmtesten Detektivs der Welt nicht. Die Rente hat keine Fans. Sie hat Zwangs-„Fans“. Fast jeder muss einzahlen. Diese Menschen sind gemeint. Sie auch? Gemein: Kaum jemand kann einem „das mit der Rente“ erklären. Die Deutsche Rentenversicherung scheitert auf höchstem Paragraphen-Niveau – na klasse. Volker Looman hat Im Dezember 2014 bei der F.A.Z. aufgehört, Rente und sparen zu erklären. Und bei Looman im neuem Job für „BILD“ muss man sehen, wie es bürgernah weiter geht.

3.000 brutto

Sherlock Holmes lebt ja bekanntlich von Luft und Liebe – und von öffentlicher Anerkennung. Sein Assistent allerdings, Dr. John Watson, ist laut der aktuellen TV-Staffel der BBC Kriegsversehrter – weswegen er mit Holmes eine WG bildet: 221 B Baker Street, London. Watson muss sehen, wo er bleibt, wenn er mal in Rente geht.

Also hat er als dessen Assistent mit Sherlock Holmes ein Gehalt vereinbart, sagen wir 3.000 britische Pfund. Watson wäre in Deutschland ein Normalo-Rentner. Der Watson in uns allen? Finanziell gesehen: Ja. Wir rechnen einfacher in Euro und mit 40 Arbeitsjahren (auch wenn Watson in Roman und Film etwas „reifer“ ist :-).

Drei brutto – zwei netto – 1.000 Euro Lücke

Man kann dem ganz normalen Menschen „das mit der Rente“ schnell und einfach, trotzdem korrekt(!) erklären:

In groben Zahlen:
Der Normalo verdient 3.000 Euro brutto.

Netto hat er 2.000 Euro.
Rente kriegt er 1.000 Euro.

Und der andere Tausender?
Der fehlt ab 67, wenn es in die Rente geht.

Und ja: Wie rechnen nur 40 Beitragsjahre. Kaum ein Normalmensch kommt heute noch auf 45(!) Jahre Arbeit und Rentenbeitrag! Unten sehen Sie das Beispiel. Dort könnten Sie aber auch mit jeder anderen Zahl rechnen.

Ehemalige Gammelstudenten rechnen zum Beispiel mit 35 oder 30 Beitragsjahren. Frühstarter tragen bei „Jahre“ je nach persönlichem Start in den Job mit 15 oder ab 17(?) ihre Anzahl der möglichen Arbeitsjahre bis 67 ein – dann, nur dann können auch 50 oder gar 52 Beitragsjahre zusammenkommen. Der Bierdeckel „passt“ (unten für Interessierte und Experten ein Link zur Dokumentation).

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Rente auf dem Bierdeckel rechnen

Rente auf dem Bierdeckel rechnen

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Wie viel verdienen Sie?

Wie viel verdienen Sie? 6.000 Euro brutto? Also das Doppelte von unserem Beispiel-Wert 3.000 Euro?
Doppeltes Einkommen = doppelte Rentenlücke:
Mit 67 fehlen jeden Monat 2.000 Euro.

Sie verdienen nur die Hälfte von 3.000 Euro? Also 1.500 Euro brutto.
1/2 Einkommen = 1/2 Rentenlücke:
Mit 67 fehlen jeden Monat 500 Euro.

Hilft das? Nein. Aber es schafft Klarheit <= (KLICK)

Inflation? Haben wir noch gar nicht eingerechnet.

Grob gesagt, kommt „das mit der Inflation“ zurzeit hin, weil Rentensteigerung und Geldentwertung in den letzten Jahren jeweils bei rund 1 Prozent lagen. Die Betonung liegt auf „zurzeit“!

Selbst rechnen

Grafik: Klartextfnanzen

Damit „das mit der Rente“ klappt, hilft nur private Vorsorge:

Bleiben wir bei einem Bruttoeinkommen von heute 3.000 Euro (wer mehr oder weniger verdient, rechnet im Dreisatz um). Bei 3.000 Euro brutto fehlen später 1.000 Euro im Monat. Das entspricht einem so genannten Rentenbarwert (auf deutsch: Renten-Geldberg) von rund 300.000 Euro, der zum 67. Geburtstag verfügbar sein muss.

Wie viel sparen?

Wer mit 27 noch 40 Jahre zur Rente hat, der muss dafür im Monat 330 Euro sparen (3 Prozent Zins angenommen). Ja: Das sind mehr als 15 Prozent des Einkommens!

Wer mit 37 noch 30 Jahre Zeit hat, der muss dafür monatlich 520 Euro sparen. Das wären sodann schon ein Viertel von 2.000 Euro Nettoeinkommen!

Wer älter ist, … der kann sich zusätzliche Altersvorsorge kaum noch leisten. Für diese Menschen gilt: Möööglichst viel zurücklegen. Das ist sozusagen ein finanzmathematisch durchaus korrekter Rat

Nächste Woche rechnen wir Watsons Rente aus, wenn er als Arbeitnehmer krank BLEIBT.

Für Zahlenfresser: Hier sind die Rentenberechnungen fachlich dokumentiert:

Dokumentation

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One comment on “Bitte Zahlen: Der Reichenbachfall, die Rente – Die Vermögensantwort

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